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Aufklärungsbögen

Hochauflösende MRT-Untersuchung bei Verdacht auf Prostata-Krebs 

10. Juli 2015

 

Das Prostatakarzinom ist mit ca. 26% die häufigste bösartige Krebserkrankung des Mannes in Deutschland und steht unter den zum Tode führenden Krebserkrankungen an dritter Stelle.

Die meisten Neuerkrankungen treten ab dem 70. Lebensjahr auf, Manifestationen in jüngerem Alter korrelieren leider häufiger mit einem aggressiveren Krankheitsverlauf und einer schlechteren Prognose.

Vergleichbar zu anderen Krebserkrankungen (z.B. Vorsorge bei Darmkrebs) kann durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und in diesem Fall ergänzende spezifische Bildgebung der Tumor in einem frühen und womöglich gut behandelbaren Stadium entdeckt werden.

 

Der primäre Ansprechpartner bei Verdacht auf das Vorliegen eines Prostata-Tumors ist Ihr Urologe, der durch Basismaßnahmen wie Tastuntersuchung, Sonographie und die Bestimmung des Blutwertes PSA (prostataspezifisches Antigen) oft bereits ausreichende Informationen sammeln kann.

 

Bei einem Blut PSA - Wert über 4,0 ng/ml besteht prinzipiell der Verdacht auf ein Prostatakarzinom, wobei jedoch auch andere, gutartige Gründe zu einer Erhöhung des PSA-Wertes führen können. Um dies weiter eingrenzen zu können, ist in den meisten Fällen die Entnahme von mehreren Gewebeproben (Biopsie) nötig.

 

Ein generelles Risiko der transrektalen (durch den Enddarm) ultraschallgestützten Biopsie (TRUS) besteht jedoch in der Gewinnung  falsch-positiver/negativer Ergebnisse, d.h. es kann ein unauffälliger Befund vorliegen, obwohl Tumorherde bereits in der Prostata vorhanden sind.

 

Mit der multiparametrischen Kernspintomographie (MRT) steht ein weiteres, bereits gut-etabliertes und weltweit anerkanntes bildgebendes Diagnostisches Verfahren zur Verfügung, das eine zunehmende wichtige Bedeutung für die Erkennung des Prostatakrebses, vor allem in Arealen, die dem Ultraschall schwer zugänglich sind, hat. Weitere Vorteile sind die Ermöglichung einer zielgenauen Biopsie durch Ihren Urologen, aber auch die schonende Verlaufskontrolle und Nachsorge nach Operation.

 

Im Gegensatz zu gewöhnlichen MRT-Untersuchungen (z.B. des Kniegelenks) werden bei der Untersuchung der Prostata verschiedene Meßparameter kombiniert (multiparametrisch), die zudem Aussagen über die Tumorbiologie und die Durchblutung ermöglichen. Die ca. 30 minütige Untersuchung bedarf nur weniger vorbereitender Maßnahmen, wie z.B. die Säuberung des Enddarms mittels kleinem Einlauf und die Entleerung der Harnblase durch den Patienten. Ferner wird dem Patient ein Medikament zur kurzfristigen Beruhigung der Darmbewegung und ggfs. ein Kontrastmittel zur Beurteilung der Prostata-Durchblutung über eine Vene verabreicht.

 

Im Anschluss wird ein strukturierter Befundbericht von einem spezialisierten Radiologen erstellt und am gleichen Tag Ihrem zuweisenden Arzt übermittelt, der dann weitere Schritte zur Behandlung einleiten kann.

 

 

10. Juli 2015

10. Juli 2015